gemütliche Stuben


Neben den beiden liebevoll gedeckten, im ländlichen Stil gestalteten Hoangascht- und Bauernstubm mit Bildern von Albin-Egger-Lienz und Franz Eichhorst bilden außerdem ein gepflegter Gastgarten und eine kleine Terrasse an lauen Sommerabenden den würdigen Rahmen für die feine Küche. Umsorgt von unserem Team wird jeder Augenblick zum Genuss.

 

Im Jahr 2007 haben wir zum 800-Jahr-Jubiläum den ältesten Teil des Tauernhauses renoviert: die "Samerstubm" und in ihr die Säumergeschichte als Dauerausstellung wieder aufleben lassen.

Früher war es üblich, sich gemütlich in einer "Stubm", einer Stube zusammenzusitzen und zu "hoangaschtn", Geschichten aus der alten Zeit zu erzählen und zu lauschen. Dieser alten Tradition folgend gibt es seit vergangenem Jahr wieder eine "Hoangascht-Stubm" im Tauernhaus.

 

 


Über Albin-Egger-Lienz


(*29. Jänner 1868 in Stribach, Gemeinde Dölsach bei Lienz (Osttirol); † 4. November 1926 in St. Justina bei Bozen (Südtirol)

 

Geboren wurde er als uneheliches Kind der Maria Trojer und des Georg Egger, Kirchenmaler, getauft wurde er auf den Namen Ingenuin Albuin Trojer. Erst 1877 erhielt er die Bewilligung, den Familiennamen Egger zu führen. Nach dem Besuch der Volksschule 1875 bis 1882 in Lienz studierte er auf Vermittlung des Vaters und des mit ihm befreundeten Malers Hugo Engl von 1884 bis 1893 Malerei an der Akademie der bildenden Künste in München bei Karl Raupp, Gabriel von Hackl und Wilhelm von Lindenschmit d.J. Für 1891 ist erstmals die Verwendung des Namens Egger-Lienz nachweisbar. Nach dem Abschluss des Studiums lebte er als freier Maler abwechselnd in München und Osttirol. 1910 wurde er vom Professorenkollegium der Wiener Akademie der Bildenden Künste als Professor vorgeschlagen.

 

Die Berufung wurde jedoch vom Thronfolger Franz Ferdinand verhindert. Gründe dafür sind in der Zugehörigkeit Eggers in der von Franz Ferdinand abgelehnten Secession zu suchen, wie auch in der Tatsache, dass Egger das Gemälde "Der Totentanz Anno Neun" im Rahmen der Ausstellung zum 60. Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs ausgestellt hatte, ein Bild, das weder patriotisch war und angesichts des fortgeschrittenen Alters des Jubilars nicht als pietätvoll angesehen werden konnte. Im Jahr darauf ließ sich Egger-Lienz in Hall in Tirol nieder, wo er mit den Künstlern des Brennerkreises verkehrte. 1912 ging er als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar, wo er nur bis 1913 blieb.

 

Nach einem Sommeraufenthalt an der Katwijk aan Zee in Holland, wo er Meeres- und Dünenbilder malte, ließ er sich in St. Justina bei Bozen nieder. In Klausen betrieben einige seiner Schüler eine Kunstschule unter seiner Leitung. 1915 wurde er zu den Standschützen einberufen, jedoch bald dem Kriegsfürsorgeamt zugeteilt, wo er Kriegspostkarten entwarf. 1916-1917 war er in Folgaria und Trient tätig, in dieser Zeit entstand das monumentale Gemälde Den Namenlosen 1914. In seinen letzten Lebensjahren wurde Egger-Lienz zum Ehrendoktor der Universität Innsbruck und zum Ehrenbürger von Lienz ernannt.

 

Egger-Lienz starb am 4. November 1926 im Grünwaldhof in St. Justina.

 


Über Franz Eichhorst


(* 7. September 1885 in Berlin - 30. April 1948 in Innsbruck) war ein deutscher Maler, Radierer und Illustrator.

In den frühen 20er Jahren fand Eichhorst eine zweite Heimat in Matrei in Osttirol und richtete sich dort ein Atelier ein, in dem er in den Sommermonaten arbeitete.